Kardiologie

Erkrankungen des Herz- und Kreislaufsystems EKG (Ruhe, Belastung, Langzeit), Labor- und Ultraschalldiagnostik, Linksherzkatheter-Meßplatz; Elektrophysiologische Untersuchung; Ballondilatation und Stentimplantation der coronaren Gefäßen (PTCA); Herz-Schrittmacher- und Defribrillator-Implantation sowie deren Kontrolle.

Zeit ist Gewinn von Herzmuskulatur

Seit dem 1. April 2008 ist in der kardiologischen Abteilung des Karolinen- Hospitals auch die Akut- PTCA beim frischen Myokardinfarkt möglich. Wir sind personell und logistisch in der Lage, täglich rund um die Uhr bei Infarktpatienten sofort die Katheteruntersuchung durchzuführen.


Schach dem Herzinfarkt – rasche Hilfe mit Ballon und Stent rettet Menschenleben

Starker Druck hinter dem Brustbein mit oder ohne Ausstrahlung in den linken Arm sowie Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbruch und häufig Todesangst – diese Anzeichen sollten jeden in sofortige Alarmbereitschaft versetzen. Der akute Herzinfarkt, eine Minderversorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff, ist in den Industrieländern die häufigste Todesursache. Ausgelöst, in 90 % aller Fälle, durch den Verschluss eines geschädigten Koronargefäßes, welches für die Durchblutung des Herzens zuständig ist.

Wichtig ist es, dass schnell gehandelt wird, denn das Zeitfenster, welches den Spezialisten zur Verfügung steht, ist je nach Fall auf 4 bis 12 Stunden begrenzt. „Bei ca. 350.000 Infarkten in Deutschland pro Jahr sind Männer viermal so häufig betroffen wie Frauen. Über 30 % davon verlaufen - vor Erreichen des Krankenhauses – leider tödlich“, erklären die Herzspezialisten. „Der schnellstmögliche Transport in eine Herzkatheter-Labor, wie hier im Karolinen-Hospital Hüsten, kann ausschlaggebend sein. Nur so kann beim Herzinfarkt der Wettlauf mit der Zeit gewonnen werden.“

„Entscheidend ist, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Herzmuskulatur vor dem Absterben zu bewahren“, erklärt der Leitende Kardiologe im Karolinen-Hospital Hüsten Dr. med. Norbert Albersmeier. „Um das verstopfte Gefäß zu befreien, wird sofort eine Herzkatheter-Untersuchung, mit so genannter Akut-PTCA durchgeführt. Mit Hilfe eines kleinen Ballons wird das betroffene Gefäß geweitet. Oft wird zusätzlich eine Gefäßstütze (Stent) implantiert, damit das Gefäß offen bleibt.“ Kaum ist dieses geöffnet und der versorgende Blutstrom wieder hergestellt, haben viele Patienten das Gefühl, aufstehen und nach Hause gehen zu können.

Seit dem 1. April 2008 ist am Karolinen- Hospital Hüsten die optimale Behandlung des frischen Herzinfarktes mit Ballonweitung und Stent-Implantation jetzt auch rund um die Uhr möglich. Das Kardiologenteam des Karolinen- Hospitals bestehend aus den Oberärzten Dr. med. Norbert Albersmeier, Dr. med. Ulrich Born und Michael Steinberg hat zusammen mit Oberarzt Dr. med. Stefan Probst aus dem Marien Hospital Arnsberg und dem Kardiologen Werner F. Weis aus der Praxis Weis/Heesing eine neues Notfallteam gegründet. Zusammen mit erfahrenen Assistentinnen und Assistenten steht nun für alle Notfälle an sieben Tagen und Nächten ein Spezialistenteam bereit. „Die langjährige gute Zusammenarbeit der fünf Spezialisten im Herz-Katheterlabor des Karolinen- Hospitals in Hüsten trägt jetzt weitere Früchte“, freut sich Dr. med. Norbert Albersmeier. „Wir arbeiten schon lange als Team im Auftrag der uns anvertrauten Patienten zusammen.“

Auf einen Blick:

Chefarzt:
Dr. med. Dirk Boese

Leitender Oberarzt (kommissarisch):
Dr. med. Ulrich Born

Oberärzte:

Michael Steinberg,
Dr. Lioba Probosch

Anzahl Planbetten:
30

Kontakt:
Telefon: 02932 - 952-1382
oder 02932 - 952-1383
Fax: 02932 - 952-1395
E-Mail: innere.medizin@karolinen-
hospital.de




EKG

Linksherzkatheter-Untersuchung

Herzinfarkt:
Schnelles Handeln ist notwendig!

Herzinfarkt-Team:
v.l. Michael Steinberg, Dr. med. Ulrich Born, Dr. med. Norbert Albersmeier, Dr. med. Stefan Probst

Dr. Weis:
Kardiologe Werner F. Weis aus der Praxis Heesing/Weis in Arnsberg

Stent:
Ballondilatation mit Stentimplantat